Aus der Geschichte der Bürgergemeinde

Um die vielfältigen Aufgaben der Bürgergemeinde zu decken, bezahlt der Bürger eine separate Bürgersteuer. Betrug diese vor 30 Jahren noch bis zu 70%, so konnte sie inzwischen auf ein Prozent reduziert werden.

Als Ersatz für das alte Waisenhaus baute die Bürgergemeinde 1958 das Josefsheim in der Euwmatt. Dieses diente mehrheitlich Nichtbürgerkindern im Vorschul- und Schulalter aus der ganzen Umgebung für kürzeren oder sogar mehrjährigen Aufenthalt. Im Jahre 1987 musste das Kinderheim geschlossen werden. Nach einer umfassenden Renovation wurde das Haus an die Stiftung Phönix, Zug, vermietet. Diese Stiftung bezweckt die soziale und berufliche Wiedereingliederung von psychisch Behinderten. Das Wohnheim Euw bietet heute 15 Erwachsenen, Männern und Frauen, die keine ständige ärztliche Betreuung benötigen, einen geschützten Wohnrahmen. Die Dauer des Aufenthaltes ist nicht beschränkt.

Als Nachfolgerin des alten Bürgerheimes in der Binzen ist das Altersheim Chlösterli zu betrachten. Es wurde 1967 gemeinsam von der Bürger-, Korporations- und Einwohnergemeinde erbaut. Bürger- und Altersheim fanden dadurch ihre Verwirklichung unter einem Dach. Das Chlösterli bietet etwa 70 Betagten ein wohnliches Daheim. Die Gemeinden sind im Stiftungsrat vertreten, Einwohner- und Bürgergemeinde leisten im Bedarfsfall Defizitgarantie.

Das alte Bürgerheim wurde im Jahre 1991 abgerissen. An gleicher Stelle entstand unter dem Namen „S’Bürgerhuus“ ein Neubau. Das stattliche, gut ins Dorfbild passende Wohn- und Bürohaus zählt fünfzehn zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmer-Wohnungen. Im Erdgeschoss befindet sich die Bürgerkanzlei.